1719 gründete Erzherzog Darius von Recalde mit seinem homosexuellen Bruder Lavius nach einem Auftrag von Kaiser Karl VI. die Recalde Sisters Film- und DVD-Produktion.
Damals war das Filmemachen noch ein gefährlicher Prozess bei dem viele Menschen ums Leben kamen. Filmaufnahmen wurden im aufwändigen Einzelbildverfahren mittels eines chemischen Prozesses auf die gegerbte Haut von jungen Beutelwölfen gebannt. Das dazu notwendige Gerät nannte man den Thylacinus cynocephalus apperatus kurz „den TCA“. Die Hautstreifen maßen eine Drei-Kaiserhand (in etwa 35 mm) und wurden gleichmäßig durch eine Optik gezogen, hinter der eine Kerze die Bildinformationen auf das in Lauge eingelegte Leder brannte. Ein solcher Lederstreifen konnte drei bis zehn Filmsekunden aufzeichnen. Für einen 90-minütigen Spielfilm brauchte man somit das Leder von etwa 7000 – 11000 Beutelwölfen. Als im Jahre 1936 der letzte Beutelwolf verstarb und die Art damit für immer ausgerottet war, führten die Recalde Sisters dies auf einen deutlichen Wandel im Klima zurück.
Die fertigen Filmstreifen wurden anschließend von Alchemisten entwickelt und in Schneidereien geschnitten und vernäht. Die Produktionsdauer betrug in etwa drei Vollmonde und kostete zwei Barren Gold.
DVDs gab es auch damals schon, doch bestanden sie noch aus Holzplatten auf die mittels einer erhitzten Nadel Dateninformationen im binären System eingraviert wurden. Der Projektor ähnelte einem Grammophon und erzeugte sowohl Bild als auch Ton.
Die ersten Erfolge feierte die Filmproduktion in den 1730er Jahren, mit ihrer Verwechslungskomödie „Bube, Dame, König, Kaiser“, in der ein Bauernjunge mit dem Kaisersohn verwechselt wird. Die Story endet nach vielen heiteren Szenen, mit einem Happy End, in dem der Kaisersohn wieder zur Macht gelangt und den Bauernjungen samt seiner Familie erhängen lässt. Der Film war damals ein durchschlagender Erfolg bei Publikum und Kritik und wurde vom Kaiser persönlich mit elf goldenen Statuen ausgezeichnet.
Später setzten sie im aufwändigen Kostümdrama „Kaiserblanca“ erstmals einen Kamerakran und ausgeklügelte Spezial Effekte ein. Weiters gewann die Lautenmusik in „Skaiser Face“ eine weitere goldene Statue.
Am Höhepunkt ihres Schaffens verstarb völlig unerwartet ihr Mäzen Kaiser Karl VI. woraufhin sie „Citizen Kaiser“ als Nachruf für ihn drehten.
Ab den 1740er Jahren wurde es still um die Filmproduktion und die langwierige Suche nach einem neuen Gönner begann. Die Recalde Sisters hielten sich in dieser Zeit mit der Produktion einer trivialen Seifenoper namens „KZSZ – Kaiser Zeiten Schöne Zeiten“ über Wasser.
Die Suche endete erst 1775 mit dem Entschluss in die neue Welt aufzubrechen, um dort bis dato unerschlossene Märkte zu erobern. Da die dortige Revolution ihren Geschäften sehr schadete, brachten sie der jungen Nation den Frieden und verschafften ihm ein Jahr später die Unabhängigkeit.
Da bei der Schifffahrt in die neue Welt alle mitgebrachten Beutelwölfe jämmerlich verendeten, mussten alternative Produktionsweisen ersonnen werden. Die Filmemacher fanden in Baumwolle den idealen Ersatz für teure Beutelwolfshaut. Schnell waren zahlreiche Baumwollplantagen angelegt und freiwillige Mitarbeiter schwarzer Hautfarbe gefunden. In dieser Zeit entstanden Filme wie „Bück dich Sklave!“ oder „Tiefer bücken Sklave!“.
Beim Bürgerkrieg im Jahre 1861 setzten sich die Recalde Sisters auf der Seite des Südens mit heroischem Einsatz für das Arbeitsrecht der schwarzen Bevölkerung ein. Ein berühmtes Zitat aus dieser Zeit lautet: „Wenn ein schwarzer Mann unbedingt freiwillig arbeiten will, darf man ihm dieses Recht nicht nehmen!“ Leider blieben die kapitalistischen Nordstaatler siegreich und die Recalde Sisters mussten unter dem falschen Namen Lumière nach Europa fliehen.
Im Jahre 1895 verbesserten sie ihren eigenen Filmapparatus abermals und stellten ihn in einem Pariser Café der Öffentlichkeit vor. Historiker benennen diesen Zeitpunkt seitdem fälschlicherweise als den Startschuss der Filmgeschichte.
Als der sterbende Kaiser Franz Josef im Jahre 1916 erfuhr, dass die Lumières in Wahrheit niemand geringeres, als die Recaldes waren, bat er sie, als letzten Wunsch, wieder ihren ursprünglichen Namen anzunehmen. Aus Trauer über das Ende der Kaiserzeit schworen die Recalde Sisters daraufhin 90 Jahre lang keine Filme mehr zu drehen.
Im Jahre 2006 war es dann endlich soweit: Die Recalde Sisters fertigten „Diktatoren Küssen Besser“ und meldeten sich damit lautstark im Filmbiz zurück. Die ganze Welt wartet nun gespannt auf ihren nächsten Schritt...
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Erzherzog Darius von Recalde

Beutelwolf

Filmentwicklung beim Alchemisten

Bube, Dame, König, Kaiser
 Kamerakran
 Filmmusik Department
 Recalde Sisters bei der Unabhängigkeitserklärung

Bück dich Sklave!
 Tiefer bücken Sklave!
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